Der verwirrte Adam

 
Ja, das Leben ist schön, das fand seinerzeit schon Adam im Paradies. So richtig glücklich war er trotzdem nicht. Irgendwas fehlte, doch was? 

Es gab niemand, den er fragen konnte. Selbst Gott war zu absorbiert von seinen Experimenten mit neuen Lebensformen.

Er konnte sich keinen Reim darauf machen. Seine Seele jedoch schon und die meldete sich zu Wort, ein Wort, nicht in Gottes Ohr, sondern in Adams.

Wir würden ihm ja raten „Ach komm, hab dich nicht so, genieße doch einfach, was du hast“. Das würde bedeuten, eine Stimme zu überhören, die ihm etwas sagen will, also frag doch einfach sie, was du wissen willst Adam!

Die Seele freute sich, wahrgenommen zu werden und sprudelte los. Da staunte Adam nicht schlecht. Sie will sich ebenfalls verkörpern und ihn bereichern. Sie ist der Schatz, der gehoben werden will.

Er sollte auf nichts verzichten, sondern etwas gewinnen, das ihn ergänzte und ergötzte. Gesagt, getan.

Beide hatten keine Ahnung, wie das Zusammensein gelebt wird in der Welt, die sich dadurch erschloss. Doch „learning by doing“ lautete das Motto, bis sie merkten, das wahre Paradies ist es erst durchs Teilen.

Und so nahm das Leben seinen Lauf, während Gott in seinen Rauschebart grinste. So hatte er sich das vorgestellt. Er hätte ja abgeklatscht mit der (Lebens)Schlange, doch sie hat keine Hände.
Tina Peel
Philosophische Astrologie und Lebensberatung

Beratungen und Analysen
Meine witzig weisen Bücher und Ebooks,
nicht nur astrologisch, aber auch
... und vieles mehr auf: Abenteuer Selbsterkenntnis

 
 
 Bild von Παῦλος auf Pixabay

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