Mission erfüllt - KI – Körperintelligenz, Körperlogik, Selbstheilungskräfte
Angst ist ein lästiger Begleiter, der uns immer irgendwie an der Nase und im Kreis herumführt. Die Karussellfahrt mag ja lustig sein, ein- zweimal.
Doch die Nase will Abwechslung und wir brauchen neue Kreise zum Ablatschen. Lassen wir das ebenso ausgelutschte Thema Komfortzone und kommen gleich zum Kern: Angst macht, was wir nicht kennen.
Was wir eindeutig nicht wirklich kennen, ist banal ausgedrückt unseren Körper. Er ist so selbstverständlich, dass wir glatt vergessen, dass er existiert und ohne ihn gar nichts geht. Das stellen wir fest, wenn mal bei ihm etwas oder gar nichts mehr geht. Bei letzterem ist es wahrscheinlich zu spät, obwohl … es ist erstaunlich, wozu ein Körpersystem fähig ist.
Es erschafft aus einem winzigen Impuls wieder Leben, ja sogar als leere Hülle noch. Doch es ist schön, zu fühlen und zuzuschauen, wie er das System sachte und langsam hochfährt bei artgerechter Behandlung. Das verdient Hochachtung und braucht eine Menge Mut, obwohl wir die Komfortzone nicht verlassen müssen. Es gelingt auf der Couch, im Sessel, beim Duschen, im Alltagsgeschehen eben.
Wer jemals eine Schnecke gestreichelt hat, weiß, wie feinfühlig sie reagieren und mit uns sogar kommunizieren. Das Körperwesen zu streicheln hat eine ähnliche Wirkung. Es reagiert sofort, schaut uns mit Stielaugen an und freut sich, endlich gesehen zu werden.
Übrigens sollte man Schnecken niemals einfach vom Boden aufheben, um sie an eine schneckenfreundlichere Stelle zu tragen. Anklopfen bei Häuschenschnecken oder eben Streicheln bei Nacktschnecken hat den Effekt, dass sie sich selber lösen. Sonst reißt man sie weg und sie sterben.
Das gilt auch für das Körperwesen. Niemals in Panik reißen, schneiden, brachial eingreifen. Immer erst anklopfen und fragen. Dann enthüllt es, was es jetzt zur Unterstützung benötigt, Zuwendung also und ein offenes Ohr für seine Bedürfnisse.
Und ja, jetzt geschieht etwas Erstaunliches, es antwortet wie die Schnecke. So funktioniert der Teil des Nervensystems, unser Betriebssystem, der für kreative Lösungen und Heilung zuständig ist.
Es ist der Vagusnerv, der Parasympathikus. Der andere Teil, den wir sympathischer finden und ihn sogar so benennen, ist der sympathische Teil des Nervensystems, der dicht macht und den Tunnelblick aktiviert, damit man sich rein aufs Überleben konzentrieren kann. Sympathisch, weil wir etwas tun können. Geborgenheit, Kommunikation mit Organen und überhaupt Körpergefühl sind unnötig, reiner Instinkt übernimmt ohne Überlegung, weil dazu schlichtweg keine Zeit ist.
Was wir eindeutig nicht wirklich kennen, ist banal ausgedrückt unseren Körper. Er ist so selbstverständlich, dass wir glatt vergessen, dass er existiert und ohne ihn gar nichts geht. Das stellen wir fest, wenn mal bei ihm etwas oder gar nichts mehr geht. Bei letzterem ist es wahrscheinlich zu spät, obwohl … es ist erstaunlich, wozu ein Körpersystem fähig ist.
Es erschafft aus einem winzigen Impuls wieder Leben, ja sogar als leere Hülle noch. Doch es ist schön, zu fühlen und zuzuschauen, wie er das System sachte und langsam hochfährt bei artgerechter Behandlung. Das verdient Hochachtung und braucht eine Menge Mut, obwohl wir die Komfortzone nicht verlassen müssen. Es gelingt auf der Couch, im Sessel, beim Duschen, im Alltagsgeschehen eben.
Wer jemals eine Schnecke gestreichelt hat, weiß, wie feinfühlig sie reagieren und mit uns sogar kommunizieren. Das Körperwesen zu streicheln hat eine ähnliche Wirkung. Es reagiert sofort, schaut uns mit Stielaugen an und freut sich, endlich gesehen zu werden.
Übrigens sollte man Schnecken niemals einfach vom Boden aufheben, um sie an eine schneckenfreundlichere Stelle zu tragen. Anklopfen bei Häuschenschnecken oder eben Streicheln bei Nacktschnecken hat den Effekt, dass sie sich selber lösen. Sonst reißt man sie weg und sie sterben.
Das gilt auch für das Körperwesen. Niemals in Panik reißen, schneiden, brachial eingreifen. Immer erst anklopfen und fragen. Dann enthüllt es, was es jetzt zur Unterstützung benötigt, Zuwendung also und ein offenes Ohr für seine Bedürfnisse.
Und ja, jetzt geschieht etwas Erstaunliches, es antwortet wie die Schnecke. So funktioniert der Teil des Nervensystems, unser Betriebssystem, der für kreative Lösungen und Heilung zuständig ist.
Es ist der Vagusnerv, der Parasympathikus. Der andere Teil, den wir sympathischer finden und ihn sogar so benennen, ist der sympathische Teil des Nervensystems, der dicht macht und den Tunnelblick aktiviert, damit man sich rein aufs Überleben konzentrieren kann. Sympathisch, weil wir etwas tun können. Geborgenheit, Kommunikation mit Organen und überhaupt Körpergefühl sind unnötig, reiner Instinkt übernimmt ohne Überlegung, weil dazu schlichtweg keine Zeit ist.
Wer sich also wundert, wo denn sein Körpergefühl geblieben ist, weiß jetzt Bescheid.
Ein gewagtes Experiment
Wer sich abends mit seinen Ängsten ins Bett legt, staunt, wie fruchtbar sie sind. Es werden immer neue gezeugt und geboren, bestehende gestärkt und aufgebaut. Genau das tun wir tatsächlich, weil uns nicht bewusst ist, dass in unserem Bindegewebe alles gespeichert ist, was wir erlebt, gefühlt, befürchtet haben.
Also ist es nur logisch, dass wir mit ihnen ins Bett gehen. Es ist unvermeidlich und geschieht automatisch. Das klingt doch irgendwie nach Liliththemen, die dunkle Seite unserer Gefühlswelt, die, die keiner haben, sehen, geschweige denn fühlen will. All die ungeliebten Kinder, die wir gebären, ignorieren, verdrängen.
Wie wäre es – und das braucht jetzt etwas Mut – sie bewusst einzuladen mit uns ins Bett zu gehen, so quasi „Komm her und lass dich herzen und knuddeln“, Bettdecke zurückschlagen und Platz einräumen. Das ist ebenfalls fruchtbar, nur in anderer Weise.
Im Bindegewebe, den Faszien, sind auch andere Erinnerungen gelagert, schöne, die wir vergessen haben und unserem Tunnelblick entgehen. Wir beginnen, uns an sie zu erinnern. Was wir nachts „tun“, respektive lassen und zulassen, wirkt sich auf unsere äußere Welt bekanntlich aus. Wir gestalten sie danach, ebenfalls intuitiv.
Und jetzt kommt das Beste daran, diese Erinnerungen heilen die Wunden, körperlich, geistig und seelisch, die wir uns im Panikmodus holen und zufügen. Heilung kann nur von innen kommen, weil alles andere nur symptomatisch ist. Da kehrt wieder Leben ein in Körperteile, die wir nicht mehr spüren konnten.
Das wirkt sich aufs ganze Körpersystem aus, das ununterbrochen in Kontakt steht und sich austauscht. Dass diese Non-stop-non-verbale-Kommunikation nicht oder kaum funktioniert, wenn etwas offline ist, leuchtet ein. Dass das im Körper konkret Schäden verursacht, leuchtet ebenfalls ein, weil auch Organe gestreichelt und „gesehen“ werden wollen. Und jetzt lernen wir noch etwas kennen, was schon immer da war, ohne dass wir es so richtig begriffen hätten.
Auftritt: die Selbstheilungskräfte
Sie entfalten ihre Wirkung, im Kleinen wie im Großen und auf allen Ebenen, körperlich, geistig und seelisch. Wir brauchen nicht zu ergründen, wie ein Symptom entstanden ist – oder wie Selbstheilungskräfte funktionieren – und wo die Ursache liegt.
Da es hier und jetzt in der Körpererinnerung gespeichert ist, erhalten wir automatisch Zugang zum ursprünglichen Erleben, und das ist natürlich nicht immer angenehm. Wir durchleben es nochmal, nur eben aus einem anderen Blickwinkel und hoffentlich ohne es wieder wegzuwischen.
Die Körperintelligenz meint dazu: „Weitergehen, einfach weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!“ und meint damit, steh nicht da wie ein Schaulustiger und fahre das Selbstmitleid hoch – okay, so viereinhalb Minuten darf auch das sein, doch dann – „Nimm es in den Arm, ohne es zu zerreden, sonst bohrst du dich wieder hinein und reproduzierst es.“.
Das ist noch so ein symptomatisches Verhalten, dass wir immer und immer wieder darüber sprechen, überall. Ein „Wie geht es dir“ reicht und schon sind wir wieder drin, entweder im Selbstgespräch oder mit Nachbarn, mit mehr oder weniger wichtigen Leuten im Umfeld. Sich mal auszusprechen und auszuheulen, ist okay, doch dann lassen wir es gut sein und wechseln den Film.
So viel Schönes haben wir erlebt, ohne uns daran zu erinnern. Lassen wir die Erinnerungen kommen und lernen uns langsam besser kennen. Je tiefer wir in ein Thema eindringen, umso mehr verschwindet die Angst. Das gilt natürlich auch für die eigene Seele, fürs Unterbewusstsein, und … die Angst vor sich selbst, etwas zu entdecken, wofür wir uns schämen.
Kennenlernen, einfach kennenlernen und die Angst fällt zurück, lächelt und flüstert „Mission erfüllt!“
©tina peel
