ER IST NICHT MEIN FREuND,

wirklich nicht. Trotzdem ist er mein ständiger Begleiter, schon eine sehr lange Zeit. Er schaut mir auf die Finger, kritisiert, was das Zeug hält, ungefragt natürlich, und gibt selten Ruhe.
 
Ich habe ihn nicht eingeladen, er tauchte einfach irgendwann auf, ungebeten, still und leise. Und da ist er nun, unverrückbar wie ein Fels.
Ignorieren? Wegschicken? Beschimpfen? Bekämpfen? Fehlanzeige. Er bleibt unbeeindruckt, stoisch.
 
Er ist nicht mein Freund, doch wie es aussieht, gibt es nur einen Weg, ihn loszuwerden – indem ich ihn zu meinem Freund mache.
Ich mache den Frieden mit ihm, akzeptiere ihn. Ja ich umarme ihn und ... bedanke mich für seinen unermüdlichen Einsatz.
 
Und plötzlich … ist er still. Himmlische Ruhe! Das kam für ihn jetzt unerwartet und nimmt ihm den Wind aus den Segeln.
Gut so.
Ich spreche von meinem Perfektionismus … doch es könnte auch allerlei anderes sein, stimmt’s?
Bildquelle Gerd Altmann auf Pixaby
 
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