Auf den letzten Drücker - Alltagsmagie
Viele behaupten, unter Druck seien sie produktiver. Das mag auf den ersten Blick auch stimmen. Doch die Freude macht sich vom Acker und wo sie fehlt, wird eben geackert und gerackert.
Das kann nicht der Sinn der Sache sein. Gerade das, womit wir unsere Tage füllen, sollte nicht abgepresst und abgerungen werden müssen, sonst stimmt etwas nicht.
Vor allem halten wir den Druck nicht ewig aus. Irgendwann revoltiert die Seele und der Drang, raus zum Spielen zu gehen, bewirkt oft, dass wir deshalb das Kind mit dem Bade ausschütten. Hinterher stellen wir fest, dass das, was verworfen wurde, im Grunde das Passende, Richtige, ja Gewünschte war.
Wir haben vielleicht sogar unseren Traum gelebt, der schal wurde analog zum Druck, der sich immer mehr aufgebaut hatte und eskalierte. Und was jetzt? War es doch nicht, was es zu sein schien?
Vor allem halten wir den Druck nicht ewig aus. Irgendwann revoltiert die Seele und der Drang, raus zum Spielen zu gehen, bewirkt oft, dass wir deshalb das Kind mit dem Bade ausschütten. Hinterher stellen wir fest, dass das, was verworfen wurde, im Grunde das Passende, Richtige, ja Gewünschte war.
Wir haben vielleicht sogar unseren Traum gelebt, der schal wurde analog zum Druck, der sich immer mehr aufgebaut hatte und eskalierte. Und was jetzt? War es doch nicht, was es zu sein schien?
Oder ist es einfach nur selbstverständlich geworden und erst wenn es wegfällt oder droht wegzufallen, wird das ganz Banale plötzlich wertvoll, auf den letzten Drücker sozusagen.
Grundsätzlich
Auf den letzten Drücker drückt aus, dass es einige Drücker gab und wir vorher hätten darauf „antworten“ können. Zumindest zuhören, hinhören, aufhorchen? Oder sogar gehorchen? Da hatte etwas gesprochen. Jedenfalls gab es gute Gründe, etwas zu tun oder zu lassen.
Und wir? Waren anderweitig beschäftigt, nahmen es nicht ernst, wollten nicht? Oder wussten wir einfach nicht wie? Oft ist es Ratlosigkeit, das Gefühl, dem nicht gewachsen zu sein, was eine Aufschieberitis zur Folge hat, auch der Gedanke, dass später noch genug Zeit sei.
Doch Zeit hat die Angewohnheit, davon zu laufen, immer schneller und schneller. Und ihr „blöde Kuh“ (entschuldigt den Ausdruck) hinterher zu rufen und sie verantwortlich zu machen ändert gar nichts.
Grundsätzlich und komplett wertfrei betrachtet gehen wir ungern auf direktem Weg auf etwas zu. Schon gar nicht aufs Unliebsame, jedoch eigenartigerweise auch nicht auf das, was wir wirklich wollen, warum auch immer. Wir weichen aus solange wir können. Und ja, in diesem Fall bringt uns der letzte Drücker natürlich auf Trab.
Bevor wir jetzt anfangen, nach Antworten und Gründen zu suchen, warum wir ausweichen, hören wir wieder auf damit. Das ist nicht die Baustelle, die beackert werden soll und würde folglich in rackern ausarten, was wir uns schenken können. Es gibt einen direkteren Weg mit Sofortwirkung.
Schöpferischer Unwille
Die Einstellung, das Leben sei schwierig und mühsam, Veränderungen unbequem (und überhaupt nötig?) hält sich hartnäckig. Ist es das wirklich? Oder ist es vielmehr unser Umgang damit? Mit Sicherheit letzteres, wir funktionieren so. Das macht nicht Lust, etwas zu tun, auch nicht das, was wir gern tun.
Der Unwille mault, schon wieder, und es ist unglaublich, was der alles kann. Hat er seine fünf Minuten, schafft er es, uns einen ganzen Tag zu vermiesen. Von wegen „die Zeit, die blöde Kuh“! Michaela Walter bringt es auf den Punkt: „War es wirklich ein schlechter Tag? Oder waren es nur schlechte fünf Minuten, an die du den ganzen Tag gedacht hast?“
Der Unwille erhält viele „fünf Minuten“ von uns, jeden Tag. Da sind wir wiederum großzügig und das völlig bedenkenlos. Wenn der Unwille dermaßen schöpferisch ist, wäre es gut, ihm zuzuhören, wenn er mault, den er sagt konkret, was ansteht, was Sache ist und wo und warum wir zögern und zaudern.
Das ist eine gute Nachricht, nur … wie macht man das? Neptun zieht neuerdings durch den Widder und zeigt zunächst, dass wir viel Zeit haben, genau das zu lernen, zuhören, auf allen Ebenen. Das geht nicht in fünf Minuten, weil es eben ums Erschaffen und Schöpfen geht, statt Erschöpfen. Letzteres schafft der Unwille tatsächlich in fünf Minuten. Das muss man sich mal vorstellen!
Das bedeutet umgekehrt, dass es auch umgekehrt funktionieren muss und es stimmt. Wir kennen den Widder, seine Kraft, seine Funktion als Initiator, nur wird uns diese Kraft selten einfach so bewusst. Da braucht es den Unwillen als Anschauungsmaterial. Was der kann, können wir schon lange, freiwillig! Das ist der direkte Weg, wohin auch immer.
Der Unwille sagt, wo es klemmt, damit wir das freiwillig tun können, was stimmt und stimmig ist. Das bedeutet nicht, nur das zu tun, was man will und alles andere beiseite zu schieben. Das ist im Alltag unmöglich. Das Leben stellt naturgemäß immer Anforderungen an uns und beschert uns unzählige Herausforderungen.
Wenn nun der Unwille „nö“ sagt, dann schauen wir doch, wie wir das, was wir tun sollen und wollen eben anders machen können. Da liegt nun die wahre Kraft, mit der wir die Schallmauer des Nichtwollens durchbrechen können. Freiwillig schaffen wir einfach mehr, und nicht nur das, es geht alles bedeutend leichter und schneller, jeden Tag, bei allem, was wir eben so tun müssen, sollen und/oder tatsächlich wollen.
Im Grunde wollen wir vor allem diese Leichtigkeit und nicht keine Herausforderungen, was komplett unmöglich wäre. Sie enden sowieso nie im Alltag. Kaum ist eine geschafft, kommt die nächste, und nächste, und und und. Schon nur freiwillig in einer Beziehung zu sein, nicht aus Abhängigkeit, um irgendwelche Löcher zu stopfen, emotionale, weil Alleinsein keine Option ist, finanzielle, weil das Loch im Sack nichts anderes zulässt ... und wie diese Themen alle heißen.
Die Waage steht schließlich dem Widder gegenüber, gerade auch in Beziehungen begegnen wir dem Unwillen garantiert. Unvorstellbar, dass er fehlt. Und so geht die Chose in die Hose, wie alles, was unfreiwillig geschieht. Nicht nur Neptun wechselte in den Widder, auch Saturn.
Das garantiert, dass wir mit absoluter Gewissheit dem Unwillen begegnen, um uns damit eingehend befassen zu können. Um zuhören zu lernen, ist es wichtig, länger zu verweilen und mehr als nur fünf Minuten aufzuwenden. Auch er meint es nur gut mit uns, er ist ein strenger, jedoch gerechter Lehrer.
Lassen wir uns also vom Unwillen über die kosmische Spalte tragen, wie man diesen Übertritt der Langsamläufer von den Fischen in den Widder bezeichnet, weil er am Anfang jeder Absicht und allen Tuns und Trachtens steht, und wagen einen Reset. Falls möglich, vielleicht nicht erst auf den letzten Drücker, sondern freiwillig, denn freiwillig geht einfach mehr, mit Leichtigkeit und mit viel mehr Freude im Alltag als bisher.
Tina Peel
Philosophische Astrologie und Lebensberatung
Philosophische Astrologie und Lebensberatung
Beratungen und Analysen
Meine witzig weisen Bücher und Ebooks,
nicht nur astrologisch, aber auch
... und vieles mehr auf: Abenteuer Selbsterkenntnis
