Ein Weltbild ist mehr als nur etwas, das man sich an die Wand hängt zur Zier, wir leben darin. Deshalb sollte es zwischendurch hervorgeholt, abgestaubt, poliert, überdacht und regelmäßig ausgetauscht werden.
Dieses Jahr geht es darum, Räume zu gestalten statt sie zu halten. Wir sind mit den großen Planeten über die kosmische Spalte „gegangen“. Es war nötig, uns fallenzulassen, von der Klippe, ohne zu wissen, wo wir landen und ja, ob wir überhaupt landen können. Es geschah etwas völlig Unerwartetes, wir erhielten Flügel. Nein, keine Engelsflügel, sie sind aus Feuer, die legendären Feuerflügel des Phönix. Reden wir nicht über die Angst, die Dunkelheit, die Ohnmacht, sondern darüber, was wir gewonnen haben, denn wir sind mitten im Leben gelandet. Und das ist nun der Raum, der gestaltet werden will. Es ist ein kreatives Jahr, wo wir mit viel Freude und Vergnügen formen und gestalten, was unser Herz sich wünscht. Jetzt zeigt sich, warum die ganze Selbstfürsorge, die Venus, die so gar nicht sanft ist wie erwartet, so wichtig war. Nichts hilft besser gegen Ohnmacht als dieses kreative Formen und Erschaffen. Es erfüllt das Leben mit Sinn, das Herz mit Freude, den Körper mit Kraft, das Nervensystem...
Viele behaupten, unter Druck seien sie produktiver. Das mag auf den ersten Blick auch stimmen. Doch die Freude macht sich vom Acker und wo sie fehlt, wird eben geackert und gerackert. Das kann nicht der Sinn der Sache sein. Gerade das, womit wir unsere Tage füllen, sollte nicht abgepresst und abgerungen werden müssen, sonst stimmt etwas nicht. Vor allem halten wir den Druck nicht ewig aus. Irgendwann revoltiert die Seele und der Drang, raus zum Spielen zu gehen, bewirkt oft, dass wir deshalb das Kind mit dem Bade ausschütten. Hinterher stellen wir fest, dass das, was verworfen wurde, im Grunde das Passende, Richtige, ja Gewünschte war. Wir haben vielleicht sogar unseren Traum gelebt, der schal wurde analog zum Druck, der sich immer mehr aufgebaut hatte und eskalierte. Und was jetzt? War es doch nicht, was es zu sein schien? Oder ist es einfach nur selbstverständlich geworden und erst wenn es wegfällt oder droht wegzufallen, wird das ganz Banale plötzlich wertvo...
Der Steinbock-Neumond öffnet das Tor in eine neue Richtung dank der Klarheit, die wir uns während der Steinbockzeit in Verbindung mit Gefühlen und Emotionen errungen haben. Ohne den Krebs gegenüber gäbe es nur Sand, Stein und Wüste, Durst und Trockenheit. Der Krebs ist die Kraft, die aus der Tiefe kommt und solche Kletterpartien erst möglich macht. Venus wechselt zeitgleich vom Steinbock in den Wassermann - endlich mehr Leben in venusischen Themen. Im Wort „venusisch“ klingt schon die Schwingung an, sie braucht also nicht erklärt zu werden, wir fühlen sie. Und sie ist nicht allein, alle persönlichen „Planeten“ spielen mit, mit Vergnügen. Mars natürlich, Sonne und Mond Hand in Hand, und Merkur, der noch sein eigenes Ding macht mit Uranus und Saturn. Auch das bringt Schwung ins Oberstübchen mit Manifestationspotential. Die Sonne wechselt am 20. in den Wassermann, ein Luftzeichen, und hat es aufs Denken und Meinen abgesehen. Ihm gegenüber steht der Löwe, Feuer, e...
Ein Jahr Montagsgedanken neigt sich dem Ende, viele Texte aus den Büchern von Tina Peel, zeitlos gesammelt und liebevoll aufbereitet. Damit das Jahr so richtig schön rund wird, habe ich den ersten Beitrag der Montagsgedanken nochmals als Letzen ausgewählt. AUGENBLiCKE FANGEN von Tina Peel Etwas vom Schwierigsten ist es, was enteilen will, nicht festzuhalten. Der Klammerreflex grapscht instinktiv danach. Es zerstört Augenblicke, die es wert wären, einfach nur genossen zu werden, wie filigrane Flügel eines Schmetterlings, den man festzuhalten versucht. Und wer denkt, er könne sie festhalten, indem er ununterbrochen mit dem Handy knipst, irrt sich. Das ist sogar die beste Art, Augenblicke zu vertreiben. Wer durch die Kamera linst, guckt im wahrsten Sinn des Wortes in die Röhre. Augenblicke hinterlassen Spuren in der Seele, wenn man sie denn „pflückt“ durch aktive Teilnahme, mit allen Sinnen. So werden sie aufgenommen, genossen, verdaut und im Langzeitspeicher, ...
Einfach nur wie die Made im Speck zu leben, alles zu haben, was man sich wünscht, ist gar nicht möglich, ja auch nicht sinnvoll und so sowieso nicht vorgesehen. Wir verdienen es, glücklich zu sein, ganz klar, doch glücklich macht nicht die Erfüllung aller Wünsche und von allen Mängeln befreit zu sein. Leben ist ein immerwährender Prozess des Formens und Gestaltens, des Ausprobierens und Verbesserns. Es wächst konstant und über sich hinaus. Und das bedeutet, es gibt kein Ende der Fahnenstange, nichts kann jemals perfekt sein. Das ist jedoch kein Grund, um unglücklich zu sein, denn so richtig glücklich sind wir doch nur, wenn wir etwas tun können, etwas Sinnvolles. Wir machen uns gern nützlich, wachsen dabei mit Begeisterung über uns hinaus, auch wenn wir uns zunächst etwas zieren natürlich. Auch das gehört zum Spiel. Wir entwickeln uns noch so gern zum Besseren, Erfolgserlebnisse sind das reinste Lebenselixier, ja regelrecht süchtig machend. Die kann es nur geben, sola...
Astrologisch Unbeleckte tippen beim Wassermann auf ein Wasserzeichen. Die Symbolik leitet sich jedoch aus etwas anderem ab. Ein einziger guter Einfall oder Gedanke kann wie ein Wasserfall unsere persönliche Welt völlig auf den Kopf stellen. Er vermag starre Abläufe und Routine aufzubrechen, den Alltag aufzumischen und zu befruchten wie Ägyptens Nilüberschwemmung das Land. Nicht von ungefähr liegt dem Wassermann der Löwe, ja liegen sich überhaupt Luft- und Feuerzeichen gegenüber, da in Sachen Lebensgestaltung aller „Laster“ Anfang in der Art des Denkens liegt. Es ist buchstäblich alles möglich, was vorstellbar ist. Kann man es denken, kann es auch erschaffen werden. Was uns hingegen nicht einfällt, wird niemals Realität werden, wir kommen gar nicht auf die Idee. Unsere heißgeliebte Freiheit hängt folglich nicht davon ab, ob man uns in Ruhe lässt und wir tun und lassen können was wir wollen, wie wir fälschlicherweise oft denken. Sie ist nichts anderes als eine Entschubladisierung des D...
Es gibt Düfte, in die wir uns hüllen, die andere in die Flucht treiben, und andere wiederum, die betörend anziehend wirken. Das gilt jedoch nicht nur für Parfums. Die Nase ist ein wichtiger Faktor im Zwischenmenschlichen. Dass sie mehr als nur den Geruch erschnüffelt, ist jedoch eher unbekannt. Unsere innere Einstellung in Bezug auf uns selbst umgibt uns wie ein zartes (?) Parfum. Das Umfeld reagiert intuitiv darauf und behandelt uns entsprechend. DAS ist denn auch überaus nützlich: Werde ich achtungs- und liebevoll behandelt, entspricht das meiner eigenen inneren, zum Teil unbewussten Einstellung zu mir selbst. Ich kann einerseits daran erkennen, wo ich damit stehe. Andererseits, werde ich nicht so behandelt, würde aber gern, kann ich es ändern, direkt an der Quelle, in meinem Inneren. Das ist bedeutend leichter als mein ganzes Umfeld, jeden Einzelnen dazu zu bringen, mich so zu behandeln wie ich es gern hätte. Arbeit an der Wurzel sozusagen. In Sachen Parfum ist übrigens wenige...
An diesen magischen Tagen soll man dem Druck entsagen. tina peel Nur macht allein das schon Druck, wir wollen und sollen etwas tun und haben keine Ahnung, was das sein soll. Reingefallen! Und wohin? Ins männliche, aktive Prinzip. Solange wir etwas tun können, geht es uns gut. Doch wehe es geht darum, etwas zu lassen, das weibliche Prinzip. Da kommen wir ins Trudeln, was eigentlich ein Witz ist, weil das aktiv Erschaffende, ins Leben Gebärende das Weibliche ist. Was immer sich im Leben verkörpern soll, entsteht hier, beim Zulassen, Geschehen lassen, Hingeben. Halten wir es nicht aus, Gefühle zuzulassen, ohne darauf zu reagieren, in der Ruhe zu sein, kann es nicht fruchten. Der Zeugungsakt ist ein Teamwork der besonderen Art. Das Wettrennen zwischen den unzähligen Samen, die alle das Ei erobern wollen, ist männlich, aktiv und macht Sinn. Jeder Same will der erste sein. Der Sieger wird aufgenommen und nun beginnt der Lebenstanz wie man neuerdings herausfa...