Die Magie in der Empathie - Alltagsmagie

Wenn es ums Einfühlen geht, wissen wir, dass wir durchlässig sein müssen wie ein Sieb, damit wir vor lauter Gefühl nicht ertrinken. Und es stimmt, es gibt auf dieser Ebene nichts, aber auch gar nichts, was das aufhalten kann. 
 
Nur blockieren können wir, doch das ist keine gute Idee. Wie gestautes Wasser wirkt auch das zerstörerisch.

Was wir nicht wissen: Wie macht man sich durchlässig, und was staut da so, woher kommt all dieser Widerstand? Die Antwort ist auf alle Fragen die gleiche. Das Wort sagt es bereits, der Verstand. Er rennt herum wie ein Irrer, blitzschnell, hier da dort überall, gleichzeitig natürlich, pausenlos.

Doch das Wesentliche ist für einen regen Geist meistens unsichtbar. Er müsste schon verweilen statt rastlos weiter zu eilen. Und was tun wir? Darauf reagieren, sofort, dabei trickst er uns andauernd aus. Er gaukelt uns auf Knopfdruck etwas vor, was sehr oft nicht stimmt.

Doch wir haben bereits darauf reagiert. Schon geht es weiter im Galopp und das Wechselbad der Gefühle ladet zum Bade, nicht nur der eigenen natürlich. Kein Wunder sind unsere Sinne hypersensibel, wund und überreizt. „Loco“, würde es im Spanischen heißen, „plemplem“ passt auch.

Wir stehen förmlich im Nebel, wissen nicht wo oben und unten ist, fühlen uns wie vergiftet. Der Verstand meint, es seien die anderen, die uns vergiften, er hat schon wieder eine Erklärung parat, auf die wir sofort abfahren. Und da sie so gefällig ist, wird sie natürlich sofort übernommen und geht viral könnte man sagen. Wir werden emotional und reagieren pauschal und vorhersehbar.

Empathie ist also nicht unbedingt eine beliebte Gabe – Geschenk und Fluch zugleich. Dabei ist auch dieser Gedanke falsch, der Verstand hat ihn produziert, um damit klarzukommen, was er nicht versteht. Machen wir es ihm etwas verständlicher.

Eine Begabung?
Nein, es ist keine Gabe, die nur Einzelne besitzen und die sie zu etwas Besonderem macht. Jeder hat sie. Der Verstand ist jetzt wahrscheinlich enttäuscht, diese Denkweise war tröstlich.

Um besonders zu sein, brauchen wir keine besondere Begabung, das sind wir sowieso, jeder einzelne von uns. Es gibt nur Unikate, auch wenn wir das verstecken, um geliebt und akzeptiert zu werden. Na prost, da hätten wir ja schon so ein Widerverstand.

Wir sind miteinander verbunden und reagieren sensibel aufeinander. Das ist, was der kleine Prinz von St. Éxupery meinte, als er sagte, das WESENtliche sei für die Augen unsichtbar. Das ist jedoch, was uns ausmacht, was uns prägt.

Obwohl wir miteinander verbunden sind, ist jeder eine besondere Form davon und zeigt sich deshalb auch in der körperlichen Form unterschiedlich. Trotzdem sind wir eben einander und miteinander zutiefst verbunden auf dieser Ebene.

Der Verstand sucht jetzt sofort eine Erklärung, vergiss es, es zu benennen würde es schon wieder einschränken. Lass es frei lieber Verstand und dich darauf ein. Nur so können wir es neutral betrachten und nur so zeigt sich die Magie in der Empathie.

Wir fühlen sie, wenn wir all den Müll beiseite schieben, den wir über uns und andere denken. Statt zu reagieren kommunizieren, dann erfahren wir, dass so vieles nicht so ist wie gedacht, er erzählt es uns. Wir reagierten also in der Regel unbedacht.

Das gilt auch für uns. Plaudern wir miteinander, um uns kennenzulernen, undramatisch, um herauszufinden, was der andere so denkt und umtreibt. Da staunt man, was alles herauskommt, das hätten wir nie gedacht. Der Fokus hat sich verlagert, weg von all dem Dramatischen in unserem Denken, hin zum spielerischen Umgang mit dem, was ist, das Wesentliche eben, dem wir uns zuwenden und uns einlassen.

Das ist der Zugang dazu, spielerisch, absichtslos, so kommen wir am Verstand vorbei, der wie ein Wächter vor der Türe liegt und auf seinen Knochen wartet, zumindest auf etwas, woran er knabbern, kauen und sich abarbeiten kann. Das soll er auch haben, so verliert er die Angst und wir treten durch die Türe und … staunen.  

Womit gehen wir viral?
Da wir so sensibel aufeinander reagieren, lässt sich das doch nutzen. Es geht ganz leicht. Was es dazu braucht, ist die Erkenntnis, dass es so ist, dass sie da ist, diese Fähigkeit, in jedem von uns. Es ist also unnötig, andere zu einem bestimmten Verhalten bringen zu wollen, damit wir uns erleichtert und besser fühlen.

Was für ein Krampf! Das kann nicht gelingen. Wir selbst verteilen, was wir ernten wollen. Das zeigt auch – analog dazu – Neptun im Widder am Himmel. Halten wir Innenschau (Neptun) und wählen. Es ist also eine Entscheidung, die wir treffen, und zwar immer wieder, jeden Tag.

Womit wollen wir viral gehen? Der Floh springt sofort über. Schon eine einzige Berührung löst etwas aus, was nicht erstaunt, wenn man sich bewusst macht, dass wir alle heilende Hände haben.

Eine Kirlianfotografie einer Hand zeigt, dass da Licht drin ist und am meisten Licht ist vorne in den Fingerspitzen. Was immer wir liebevoll berühren, ganz sanft und sachte, atmet auf und ein. Das Licht im anderen reagiert darauf.

Ebenso natürlich aufs Gegenteil. Also sind – sorry Verstand – auch heilende Hände keine besondere Gabe. Auch hier gilt wieder „der Flügelschlag eines Schmetterlings“, der am meisten bewegt. Ein Blick, eine Geste, wo Worte versagen, was manchmal besser ist und überaus effektvoll.

Auch die Augen senden und empfangen Licht. Was wir sagen und tatsächlich fühlen, ist ja auch oft total unterschiedlich. Wer sich zuwendet, merkt das … und schweigt. Einfach wahrnehmen, ohne darauf zu reagieren.

Was die Seele „sandgestrahlt“ hat und noch tut – ein Begriff, angelehnt an einen Buchtitel, der sehr treffend ist – ist also dieses ständige sofort Reagieren, auf alles anspringen, und meinen, wir müssten etwas tun, dafür, dagegen, was menschlich ist und verständlich.

Nur verkrampft sich so der Körper, die Gehirnwindungen verschlingen sich, die Nerven liegen blank. Wir kennen das, alle. Wir sind zurzeit verbrannt, durchgebrannt, das Tempo hat sich dermaßen erhöht, angeheizt durch unseren Verstand, dass … es ein Segen ist.

Es ist unmöglich geworden, so schnell auf alles zu reagieren. Dieser Zug ist abgefahren. Wir stehen am Bahnhof und wählen, wohin die Reise gehen soll. Was für ein Gefühl! Das darf viral gehen, wir reagieren sensibel und empathisch darauf.

Lächle und die Welt verändert sich (Buddha)
Tina Peel
Philosophische Astrologie und Lebensberatung

Beratungen und Analysen
Meine witzig weisen Bücher und Ebooks,
nicht nur astrologisch, aber auch
... und vieles mehr auf: Abenteuer Selbsterkenntnis

 

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