Geistiges Heilen - Ich detoxe, also bin ich ...


 
… rank, schlank und gesund? Jedenfalls denken wir das. Das frühjährliche Detoxen hat sich etabliert, Neptun in den Fischen lässt grüßen. Doch so auf die Schnelle, um eine gute Figur zu machen, wenn die Kleiderhüllen wieder fallen, liegt da nicht drin. Es heißt nicht umsonst entGIFTEN, was nach einer nicht ganz ungefährlichen Angelegenheit klingt.

Eben schnell eine Saftkur, ein Pulver, eine Kur mit Mariendisteln, Löwenzahn und wie sie alle heißen – ausnahmslos eine gute Sache, und wirkungsvoll, und wie! Frühlingsputz muss sein, ganz klar. Doch eben mal kurz die Scheiben putzen, um wieder klar sehen zu können, ist es eben nicht. Da machen wir uns ganz klar etwas vor. Der Körper funktioniert ja so, dass er sich immer hilft, unter allen Umständen. Dazu gehört eben auch, dass das System alles parkt, was es nicht verdauen und ausscheiden kann, weil es schlichtweg zu viel ist oder weil die Stoffe fehlen, die es zur Verarbeitung braucht, oder beides. Ebenfalls eine sehr gute Sache, so gut, dass sie über eine sehr lange Zeit funktioniert.

Und nun kommen wir und wollen eben schnell mal entgiften. Hüften, Po und Bauch sollen schrumpfen, wir greifen zur Machete und machen alles nieder, was uns nicht gefällt – kein Witz! Wo bleibt da das Feingefühl, wo die liebevolle Zuwendung, wo das Verständnis für die geniale Funktionsweise unseres Körpersystems? Aufklärung tut Not!

Was bisher geschah
Halten wir mal fest, was wir bisher wissen: Unser nicht fachgerechte Umgang mit dem Körper – und dem Leben – zwingt das System zu Schutzmaßnahmen, die wir weder kennen, noch anerkennen, weil wir sie nicht verstehen. Wir drücken zurück, wenn es drückt, weg von uns statt an uns. Eine Umarmung wirkt bekanntlich erstaunlich heilsam, das gilt nicht nur fürs Zwischenmenschliche. Unterdrückung hingegen erhöht den Druck, im Körper, Gewebe, in den Zellen. Was gelagert wird, ist nicht weg, und es kommt laufend was dazu. Wir drücken dem Körper ja nach wie vor einiges auf und würgen ihm vieles rein.
 
Beim körperlichen Frühjahrsputz lösen wir das Gelagerte im Körper heraus und führen es zurück ins Recycling. Gut so. Nur, was da alles gelagert ist! Das geht bei weitem über winterliche Fettreserven hinaus. Das ist der Faktor, den wir unterschätzen. Von wegen schnell mal Bikinifigur!

Was geschieht denn da?
Die ursprüngliche „Vergiftung“ taucht wieder im System auf und nicht nur der Körper muss damit umgehen können, wir auch. Alles, was wir nicht fühlen wollen, was uns zu sehr erschreckte, Denkmuster, die uns zu unbewusstem selbstschädigendem Verhalten bringen – Schicht um Schicht wird davon abgetragen. Das ist schwer auszuhalten. Dann kommen noch die verstörenden Symptome hinzu, die der Körper zeigt und wir nicht verstehen. 
 
Der Schrecken ist unter Umständen groß und wir sind versucht, den Versuch abzubrechen. Zurück ins Lager, marsch! Versagt hat dann natürlich die Saftkur, Bikinifigur adé! Manchmal wäre weniger mehr, weniger Druck, mehr Verständnis und vor allem: Teamarbeit! Wir müssen unbedingt mit dem Körper im Team arbeiten, und dazu ist es nötig, zu verstehen, zumindest ansatzweise, was geschieht.

Vieles davon haben wir im Laufe dieser Textreihe ja schon gelernt. Spätestens jetzt geht es an die Umsetzung. Wir können zwar eine Entgiftung einleiten mit diversen Maßnahmen, doch die Transformation, das Recycling müssen wir geschehen lassen. Die können wir beim besten Willen nicht machen. Wir unterstützen den Körper bei seiner Arbeit, nicht nur mit den entsprechenden Mineralstoffen, die er dazu braucht, sondern auch mental. 
 
Das Auflösen von bis in die Zellen gespeicherten Erinnerungen, Informationen bei genauer Betrachtung, geschieht durch Zuwenden, Einlassen … das alte Loslass-Lied, das man nicht oft genug singen kann, bis uns die Melodie endlich auch in Fleisch und Blut übergeht. Da springen wir über unseren Kontrollfreak- und Gewohnheitstierschatten. Zumal, wenn wir uns richtig mies fühlen, krank, übel, verschwollen, vergiftet eben. 
 
Allein die Einstellung macht ein Unterschied, und dem Körper die nötige Ruhe verschaffen, damit er sein Heilwerk tun kann. Krank werden wir ja, weil der Körper diese Ruhe braucht, um sein Ding zu machen. Geben wir sie freiwillig, müssen wir nicht dazu gezwungen werden.

Spannende Folgen
Wir fühlen uns mies? Gut so! Sollten wir auch, damit wir verstehen, wie sich unser Körper fühlt, der missverstandene, ungeliebte, unterdrückte. Wir fühlen unser eigenes giftiges Tun und Lassen, und der Volksmund besagt zu recht: Wollen wir nicht hören, müssen wir fühlen. Pluto sagt es durch den Erlkönig: Und bist du nicht willig, so rauch’ ich im Wald … nein … so brauch’ ich Gewalt natürlich. 
 
Der Körper konfrontiert uns also unmittelbar mit dem eigenen unbewussten Verhalten. Daraus folgt ganz logisch mehr Zuwendung: „Körper, ich liebe dich und bedanke mich bei dir für deine unglaubliche Arbeit“. Der Körper errötet und bedankt sich auch. Und nun verhalten wir uns auch so, Finger weg von Unterdrückungsmaßnahmen! Das ist das Allerwichtigste. Je weniger wir eingreifen, umso besser kann das System arbeiten. 
 
Symptome bessern sich und verschwinden nach und nach. Die Energie kann wieder fließen. Die Seele lächelt selig und schickt uns Postkarten von fließenden Gewässern in Form von Träumen. Darin tragen wir den Bikini, die neue Badehose oder sogar gar nichts. Nacktbaden lieben Körper und Seele besonders.
 
Spaß beiseite. Der Spaß hört auf, wo wir kein Herz für Körper und Leben haben. Und es braucht unter Umständen eine Menge Schmerzen und Leid, um uns zu einem bewussteren und liebevolleren Umgang zu bringen. Was also Entgiftung braucht und auch erhält, ist in Wahrheit unser Verhalten, Denken und Fühlen. Alle anderen Mittel zum körperlichen Entgiften sind nur wie (Bambus)Pflaster, die das auslösen können und hilfreich unterstützen.
 
Wir werden auf dem Weg zur Entwicklung dieses Bewusstseins geführt und geleitet, ja behütet und beschützt, wenn man sich das Reparatur- und Regenerierungsprogramm des Körpers anschaut. Begleiten und unterstützen wir ihn liebevoll dabei. Wir brauchen es nicht zu verstehen, wir können fragen und er antwortet. Dann wissen wir Bescheid. Erstaunlicherweise ist es immer einfach, was verlangt wird, ein Verhalten zu unterlassen, das, was wir tun anders zu tun. Welche Erleichterung für uns, für ihn!
©tina peel
 
Beratungen und Analysen
Meine witzig weisen Bücher und Ebooks,
nicht nur astrologisch, aber auch
... und vieles mehr auf: Abenteuer Selbsterkenntnis

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kein Schlaraffenland

Es lebe die Freiheit!

Willkommen im neuen Denken

Jetzt erst recht!

Geistiges Heilen - Der Etikettenschwindel

Der ASTROKiCK vom 2. bis 8. Februar 2024 summt, brummt und singt

Warum in die Ferne schweifen?

Subjektive Wahrnehmung

Feenstaub des Vergessens