Was bin ich geworden? - Alltagsmagie

Die Antwort, wenn wir die Frage überhaupt stellen, kann schmerzhaft sein und wird deshalb oft überhört. Es hat einen Grund, warum wir lieber fragen als zuhören. Dabei kommt sie jeweils postwendend und fühlt sich halt meistens wie eine Ohrfeige an. 
 
Seien wir ehrlich, es ist wahrscheinlich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Doch das stimmt nicht. Es ist genau das, was wir uns vorgestellt hatten. 
 
Es heißt doch, „Du bist, was du isst“, der Körper zeigt das unbestechlich, obwohl es eine Weile dauert, bis es klar ersichtlich ist. Genau so funktioniert es mit dem Sein, der Persönlichkeit. Womit füttern wir unseren Geist, woran denken wir die ganze Zeit? Was für Bilder pflegen wir im Kopf und identifizieren uns damit? Falls wir nicht wissen, was es ist und wie es aussieht, dann eben mal hinschauen auf unser Leben, und auf unseren Körper. Daran erkennen wir es. Auch unser Umfeld wirkt wie ein Spiegel, in dem wir uns erkennen können.

Dauerbrenner sind Themen wie, dass das Alter uns gebrechlich, krank, schief, lahm und krumm mache. Wir brauchen im Alter Pflege, um noch einigermaßen und zunehmend beschwerlicher über die Runden zu kommen. Und was wird dann aus uns? Natürlich genau das. Wir haben diese Vorstellung ins Leben gerufen, gepflegt und uns damit identifiziert.

Sind wir zum „Couchpotato“ geworden, der Bier trinkend und Chips futternd vor dem Fernseher hängt, ging dem eine bestimmte Vorstellung voraus, ein Bild, das sich festgesetzt hatte – sehr wahrscheinlich sogar eines, von dem wir dachten „So will ich auf keinen Fall werden“. Und sachte wuchsen wir genau da hinein. Etwas vermeiden zu wollen, wirkt wie ein Magnet.

Gute Ausreden
Das Alter, die Gene, die konstanten Anforderungen, die zur Überlastung führen, sind beispielsweise gute Ausreden, um sich „gehen zu lassen“, im wahrsten Sinn des Wortes, nämlich genau dorthin. Es wirkt inspirierend, wenn auch auf eine Weise, die wir besser lassen sollten. Wir identifizieren uns damit.

Es wäre auch furchtbar anstrengend, ohne solche Ausreden. Da müsste man alles neu definieren und kreieren. Man könnte meinen und denken, es hilft, Vorbilder zu haben. Das macht Sinn, je nach Vorbild. In irgendeiner Weise wachsen wir sogar da hinein, ins Leben und (vermeintliche) Sein eines anderen.

Es ist, als würden wir in seinen Schuhen wandeln und es dauert eine Weile, festzustellen, dass die Dinger drücken und nicht passend sind. Vielleicht landen wir genau dort, wo das Vorbild auch steckt, in Schuhen die drücken, auch wenn sie vorher mal gepasst hatten.

Dann haben wir das Ziel intuitiv ja getroffen. Irgendwann sind sie zu eng geworden, wenn nicht sogar ebenfalls geliehen gewesen. Wer weiß schon, was Stars und andere Prominente so umtreibt. Okay, die Presse natürlich.

Auch das ist bedenklich, weil oft das, was sie schreiben, aus Marketinggründen erfunden ist. Diese Erfahrung hat auch schon mancher gemacht, über den berichtet wurde. Michael Jackson, ein begnadeter Musiker und Showmaster, ein sehr inspirierendes Idol für Unzählige, gab mal zu, dass er viele Gerüchte selbst in die Welt setzte, um im Gespräch zu bleiben. Und darauf bauen wir auf? Er ging ja selbst an dem erschaffenen Bild von sich zugrunde.

Identifiziere ich mich mit meiner Mutter, lerne ich, wie man sehr viel aushält und schaut dann plötzlich so abgehärmt aus wie sie (die Gene natürlich).

Wir denken und meinen auch, dass es großzügig und hilfsbereit sei für andere, ihre Träume zu verfolgen und alles daran zu setzen, dass sie sie erreichen und umsetzen können. Das Problem daran, noch wenn das funktionieren würde, so richtig schätzen können wir nur, was wir aus eigener Kraft erreichen.

Ist ein bestimmter Traum, ein Ziel es wert, alles dafür zu geben, was soll dann die fremde Energie darin? Das macht jeden Erfolg schal. Außerdem kann es nicht sein, dass wir auf die Energie eines anderen bauen. Der Kuckuck darf das, das gehört dort zur natürlichen Strategie und instinktiv wird dieses Vorgehen vom Wirt akzeptiert. Wir sind keine Kuckucke.

Es ist Zeit, erbarmungslos abzurechnen! Die Frage, was bin ich geworden ist also eine sehr gute Frage und verdient eine ehrliche Antwort von uns. Sie führt ganz von selbst zu den Ursachen, da antwortet das Leben ziemlich direkt. Sie taucht wie aus dem Nichts auf. Wir brauchen einmal mehr wieder nur zuzuhören.

Manchmal kommt sie als spontane Botschaft von außen, was auch astrologisch gut erklärbar ist. Uranus in den Zwillingen, ein Zeichen, das als Schnittstelle zwischen Innen- und Außenwelt gilt, und sein Zeichenherrscher Merkur, der als Bote zwischen den beiden Welten fungiert, ist in Verbindung zu Uranus überraschend spontan im Antworten.

Die Botschaft erfolgt häufig über andere Menschen, die etwas sagen, das uns wie ein elektrischer Schlag berührt, schockierend und schmerzhaft. Sinnlos, den Boten als Überbringer der Nachricht zu «köpfen», wie es in Herrscherkreisen üblich war, um uns besser zu fühlen.

Der arme Kerl kann ja nichts dafür. Es ist das eigene Innere, das antwortet. Das Leben bedient sich solcher Vermittler. Besser fühlt man sich so auch nicht wirklich, im Gegenteil.

Den tatsächlichen Wert des elektrischen Schlags zu schätzen, konnten wir bei Uranus im Stier lernen. So erfolgt die Umsetzung im Leben dann auch sehr rasch, überhaupt jetzt in der Luft-Feuer-Epoche.

Man muss gar nicht lang herumsuchen und ausprobieren, so befreiend ist es, sich mit etwas anderem zu identifizieren, etwas, was wirklich guttut und uns wachsen lässt, das uns zeigt, wer wir wirklich sind und sein wollen, wenn wir mal groß sind. Dadurch geben wir automatisch und wie von selbst die falsche Identifizierung auf und gehen in Resonanz.

Die Verwandlung vollzieht sich relativ rasch, was zwar magisch anmutet, doch einfach nur logisch ist. Okay, Alltagsmagie ist bei genauer Betrachtung überhaupt nicht so magisch wie es sich anfühlt. Wenn alles Schwingung ist, ist es eben analog, synchron.

Wir unterschätzen unsere Schaffensmacht total, und das ist fatal, denn so wird das Leben zur Qual. Das wird uns zunehmend bewusst. Nebenbei bemerkt – wir sind ja schon, was wir werden wollen, sonst käme es uns gar nicht in den Sinn. Wir erinnern uns wieder daran.

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