WANN IST EIN TRAUM EIN ECHTER TRAUM?

„Lebe deinen Traum“, dieser provokante Spruch geistert durchs Netz und fällt an Autobahnbrücken ins Auge. Was aufrüttelnd wirken soll, bewirkt eher das Gegenteil, finde ich. Es klingt nach Befehl, und überhaupt, welchen Traum? Öhm …

Seien wir ehrlich, vieles, was wir uns erträumen, sind eher Fluchtgedanken. Dem Alltag entkommen, raus, weg mit den Verpflichtungen. Wer tatsächlich aussteigt, entdeckt, der Alltag findet dann einfach woanders statt. Man entkommt ihm nicht. Doch zurück bleibt womöglich viel Ungelöstes, das belastend wirkt.

Wie sehen also echte Träume aus?
Eine erfüllte Beziehung? Endlich ein Buch schreiben? Das Meer sehen und riechen? Mehr Freizeit? … Es sind doch häufig Dinge, die wir tatsächlich aufgleisen könnten und meist nur an einem scheitern. Nein, nicht an der Bequemlichkeit träger Hintern, sondern an dem, was wir denken, über uns, über andere, über das Gewünschte.

Vielleicht sollten wir erst einmal dort Neues säen, dann alles tun, was dazu nötig ist, damit wir in unsere Träume hineinwachsen und sie ernten können. Das gelingt uns dann auch immer wieder.
Und das ist jetzt kein Befehl, bloß ein geistiger Samen. 😆

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