Eine nette Begegnung ~ Was wir alle von der Waage lernen können

Es geistert doch dieser Spruch durchs Netz: „Ich grüße mittlerweile recht freundlich, wenn ich mir begegne. Ist ja nicht das erste Treffen“, Urheber unbekannt, da schon so oft geteilt, dass niemand mehr weiß, wo er hergekommen ist. Er könnte allerdings von „der Waage“ höchst persönlich geschrieben worden sein oder zumindest vom Waage-Teil im Urheber angeregt. Alle finden ihn lustig und lachen, liken und teilen ihn. Doch hinter seiner locker flockigen Fassade steckt mehr als nur ein netter Witz. Er bringt ein Thema auf den Punkt, an dem Beziehungen und Freundschaften aus Unwissenheit reihenweise scheitern. Tatsache ist, man begegnet sich selbst ja wirklich andauernd, ob man das weiß oder nicht, denn das Umfeld, in und mit dem wir leben, widerSPIEGELT unser eigenes unsichtbares Inneres.

Das kann gar nicht anders sein, denn gleiche Schwingung zieht sich an, ungleiche stößt sich ab. Einstein hat es nicht erfunden, aber bewiesen, und die Erfahrung zeigt, es stimmt. Verändern wir uns innerlich aufgrund irgendwelcher Reife- und Erkenntnisprozesse, wandelt sich auch das Umfeld, das hat sicher jeder schon erlebt. Bestimmte Menschen verschwinden, andere nehmen ihren Platz ein. Oder dieselben Menschen oder Situationen erscheinen uns plötzlich ganz anders und wir sind überrascht, dass sie nicht so sind, wie wir dachten. Wir nehmen sie ganz anders wahr. Auch unser Leben erscheint uns ganz anders, wir sehen es mit anderen Augen, empfinden es anders, obwohl es immer noch dasselbe Leben im gleichen Körper ist, der selbe Job, die gleiche Ehe. Welch wundervolle Wirkung!


Die Genialität der Synchronizität
Innenleben und Außenwelt laufen also synchron, was in vielerlei Hinsicht praktisch und nützlich ist, und vor allem einfach total logisch. Doch auch wenn wir es bereits wissen und unsere Sicht- und Verhaltensweisen entsprechend angepasst und darauf ausgerichtet haben, verblüfft die Genialität der Synchronizität im Alltag dennoch immer wieder. Da ist jeweils dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn wir es entdecken, als würde ein Pflock endlich ins passende Loch fallen und die Energie fließt, elektrisierend und prickelnd. Wir sehen viel mehr und verstehen einiges besser.

Wenn nun diese Synchronizität ja so völlig logisch ist und erst noch hilfreich und nützlich, wie wir noch sehen werden, warum ist sie uns nicht von Anfang an bewusst? Das liegt wohl an der Funktionsweise unseres Verstandes, der mit Lichtgeschwindigkeit alles scannt und in Schubladen verstaut, um zu wissen, wie er worauf reagieren soll. Das ist nicht zu verurteilen, es ist schließlich ein Urinstinkt und dient dem Schutz unseres Lebens. Damit müssen wir es aufnehmen und dagegen erst mal ankommen. Denn, wenn nun das, was vor unserer Nase liegt, schon verurteilt ist, bevor wir es aus der Nähe betrachtet, geschweige denn richtig kennengelernt haben, ist es für uns abgehakt und erledigt und unser Verhalten entsprechend eingestellt. Wir kommen gar nicht auf die Idee, daran zu rütteln.

Wer zumindest schon weiß, dass ein Zusammenhang besteht, kollidiert dann unter Umständen noch mit den falschen Verknüpfungen seines Verstands, der je nach Denkungsart vieles negativ beurteilt, um auf der sicheren Seite zu sein. Je nach Urteil verspüren wir logischerweise keine Lust, einen Bezug zu uns herzustellen.

Ein offener und unbelasteter Blick wird uns also wahrlich nicht in die Wiege gelegt. Aber, er lässt sich mit ein bisschen Übung antrainieren.


In Wahrheit sieht man nur mit dem Herzen gut
Der Fuchs sagte seinerzeit zum kleinen Prinzen, der ihn gezähmt hatte, man sehe nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche sei für die Augen unsichtbar. Eine klare Ansage und ein Hinweis darauf, dass es zumindest möglich ist, die Welt anders zu betrachten. Okay, ja, öffnen wir morgens die Augen, läuft schon des Verstands Motörchen und er macht sein Ding. Die Augen sind direkt mit ihm verbunden. Mit geschlossenen Augen durchs Leben zu gehen, geht natürlich nicht, aber wir können den Fokus verlagern und das geht so:

Wichtig ist zunächst der erste Schritt, sich klar zu werden, DASS ein Zusammenhang besteht zwischen Umfeld und Innenleben, dass ersteres also letzteres widerspiegelt, immer und völlig unbestechlich. Das Ding mit der Schwingung eben. Einfach mal akzeptieren, auch wenn wir es noch nicht kapieren und richtig erkennen können. Innen und Außen halten sich immer die Waage. Sie sind also per se in Harmonie, auch wenn wir es nicht so empfinden, solange wir zu viel Gewicht auf die äußere Waagschale legen. Die wiegt dann schwerer. Es macht also durchaus Sinn, die andere Waagschale ebenso zu gewichten, wenn es in unserem Leben harmonischer werden soll. Das ist ein wesentlicher Punkt.

Ein weiterer ist, sich selbst in seiner Ganzheit und Tiefe überhaupt kennenlernen zu WOLLEN. Das macht natürlich Angst, wer weiß, was hinter der Fassade liegt. Wie peinlich, wenn wir entdecken müssten, dass wir in irgendeiner Form nicht okay sind, nicht für andere, und schon gar nicht für uns. Das wäre unerträglich. Natürlich werden immer wieder Seiten und ungute Verhaltensweisen, sture Ansichten und so auftauchen, die uns missfallen, bei uns wie bei denen, die wir lieben und mögen. Und doch macht uns das alles aus, liebenswert und komplett, rund und harmonisch. Die guten wie die schlechten Anteile halten sich ebenfalls die Waage. Und wer sagt denn, was wirklich gut oder schlecht ist? Der Verstand natürlich, und der ist wie wir wissen ziemlich voreingenommen. Sein Raster ist persönlich und ausnahmslos wertend.


Warum in den Spiegel schauen?
Um uns selbst wirklich begegnen zu können, müssen wir aufmerksam und unvoreingenommen in den Spiegel schauen. So finden wir heraus, dass wir oft ganz schön viel Mist über uns, über andere, ja übers Leben an und für sich denken, der gar nicht stimmt, weil der Verstand eben funktioniert wie er funktioniert. Nicht nur wir sind tatsächlich meist um Längen besser als wir denken. Doch wir denken lieber schlecht, um nicht enttäuscht zu werden und das ist wirklich Mist, denn es beeinflusst nicht nur die Wahrnehmung unserer selbst und anderer, sondern unser ganzes Verhalten und unser Beziehungs- und Liebesleben. Und hier kommt nun die Waage ins Spiel. Ihr Thema ist das Gleichgewicht des Lebens. Außen- und Innenleben in Beziehung zueinander zu bringen, wirkt entlastend und befreiend und bringt unser Leben ins Lot. Der Fuchs hatte recht, jedoch nicht ganz, denn man sieht nur mit den inneren UND äußeren Augen gut. Blinde können davon ein Lied trällern. Ihre inneren Augen sehen zwar vieles, aber dann doch nicht alles. Autofahren geht nicht ohne äußere Augen. Ohne Blick in den Spiegel an der Wand, sähen wir nicht, wie wir als Person, wie unser physisches Konterfei aussieht. Ohne Blick hinter die Fassade, wüssten wir nie, wer wir wirklich sind, was wir denken und fühlen, meinen und vermuten, was wir uns vorwerfen, ja einfach all diese Dinge, auf die wir keinen direkten Zugriff haben. Wir würden niemals erfahren, wie nett wir in Wahrheit sind, wie vielfältig und vielfarbig die Facetten, die uns ausmachen. Die Synchronizität beider Welten macht diese Erfahrung möglich, und genau darum geht es doch der Waage in uns.

Wir sollten also das Gewicht unserer Sichtweise auf innere wie äußere Augen verteilen. Mit diesem Teamwork der besonderen Art bringen wir unser Leben in Balance, und DAS bedeutet wahre Harmonie.

©tina peel 

Die Waage fürs Sternbild Magazin auf den Punkt gebracht





















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