DAS GRAS WACHSEN HÖREN dank Fische-Neptun

Auf den ersten Blick könnte man Neptun auf seinem Transit durchs eigene Zeichen leicht übersehen. Er macht keinen Lärm wie Uranus oder Pluto, schon gar nicht wie Mars. Er rasselt nicht mit dem Säbel und setzt uns nicht unter Druck. Er schleicht vielmehr subtil auf leisen Sohlen, verwickelt uns in ein Gespräch zur Ablenkung wie ein Dieb am Geldautomaten, während er uns die Bankkarte klaut. Oder das Portemonnaie. Natürlich klaut uns Neptun nicht das Portemonnaie, er hackt lieber unser System, keine Firewall hält ihn auf. Wir ihn schon gar nicht, es sei denn, wir achten auf Zeichen und Symbole, denn ganz so unsichtbar ist der Kerl dann doch nicht. Auch das hält ihn nicht ab, doch wir kommen ihm wenigstens auf die Schliche.

Auffällig ist während dieses Transits die Häufung diffuser Ängste. Ein Fleck am Körper löst Schrecken aus. Habe ich etwa Krebs? Man liegt häufiger wach und fürchtet sich ... vor dem Älterwerden etwa, Krankheiten, ja oft sogar vor der Furcht selbst. Um welche Ängste es sich konkret handelt, ist gar nicht so einfach zu ergründen, diffus wie sie sind. Es ist, als tauchten wir in einen kollektiven Pool der Angst ein, was wir im Grunde auch tun.



Schwimmen lernen

Übersehen lassen sich diffuse Ängste zwar, überfühlen jedoch nicht, sollen sie sich auch nicht, denn dieser Transit ist DIE Gelegenheit, einen besseren Umgang eben auch damit zu erlernen, beispielsweise so:

Ein Patient kam zum Arzt und klagte:
"Angst beherrscht mein Leben. Sie hat mir alle Freude genommen".
Der Arzt erzählte dem Patienten darauf eine kleine Geschichte:
"Hier in meiner Praxis lebt eine Maus, die an meinen Büchern knabbert. Mache ich zu viel Aufhebens von der Maus, wird sie sich vor mir verstecken, und ich werde nichts anderes mehr tun, als sie zu jagen. Stattdessen habe ich meine wertvollsten Bücher an einen sicheren Platz gestellt, und ich erlaube ihr, an den anderen zu knabbern. Auf diese Weise bleibt sie eine einfache, kleine Maus und wird nicht zu einem Monster.
Mein Rat lautet also: Richten Sie Ihre Angst auf einige wenige Dinge, dann bleibt Ihnen Mut für das, was wichtig ist".

Khalil Gibran

Ein anschauliches Beispiel, wie Ängste weder verdrängt werden, noch versucht wird, sie zu vernichten. Letzteres kann nicht klappen, die nächste Maus taucht auf, ja sie vermehrt sich sogar. Außerdem ist es, als würde man versuchen, Nebel zu zerschneiden.

Ängste, so lästig wie sie sind, haben eine Funktion wie wir gleich sehen werden.


Die Sache mit der Spiritualität

Obacht, jetzt wird es abgehoben! Quatsch, Spiritualität ist nichts, was man tun oder lassen kann. Wir SIND spirituell, ob uns das bewusst ist oder nicht. Was uns unterscheidet, ist nicht das Spirituell-SEIN, sondern das Wissen darum, und das verändert sich unter Neptun in den Fischen. Es ist dieses Bewusstsein das sich auf leisen Sohlen einschleicht und sich in unser System einklinkt. „Spirituell“ bedeutet „geistig“. Betrachten wir die Welt, das Leben an und für sich von der geistigen Ebene aus, erkennen wir diese Zusammenhänge. Getrennt erscheint es nur auf der materiellen Ebene.

Wenn der Fische-Neptun mit uns fertig ist, wird sich nicht nur das Image der Spiritualität gewandelt haben, sondern unser ganzes Selbstverständnis. Das wirkt sich natürlich aufs Verhalten aus. Wer bisher glaubte, ein gleichgültiges oder gar selbst schädigendes Verhalten hätte keinen Einfluss, der irrt sich. Wenn wir Müll- und Klimakatastrophen verhindern wollen, die Vergiftung von Grundwasser etc., muss jeder Einzelne sein Verhalten entsprechend ändern. Heutzutage kann man nicht mehr einfach Atomtests durchführen und meinen, sie hätten keine Auswirkungen auf alles, wenn sie nur weit genug von uns entfernt seien.

Wir können unsere Kippen nicht mehr aus dem Autofenster schnippen, wenn wir wissen, wie viele Tonnen giftiger Substanzen sich so ansammeln in Grundwasser und Boden. Der Flügelschlag eines Schmetterlings ..., Sie kennen diese Geschichte. Wer ist nicht in jüngster Zeit über verblüffende quantenphysikalische Experimente gestolpert oder über Masaru Emoto, der die Geheimnisse des Wassers ergründete und sichtbar machte, wie sich Gedanken auf Wasser auswirken? Wir bestehen größtenteils aus Wasser und sind an den ewigen Wasserkreislauf angeschlossen wie die Erde.

Und wozu nun Meditation und Co.? Ganz einfach. Es fördert das Bewusstsein, wir wechseln den Blickwinkel und werden vertraut mit der spirituellen Ebene. Und was man kennt, macht automatisch weniger Angst. Wir entwickeln ein tieferes Verständnis der Welt und des Lebens. Sich bewusst zu werden, wie sehr wir alles beeinflussen durch unser Verhalten, dass alles mit allem verbunden ist, ist einerseits erschreckend. Doch diese Verbundenheit wieder zu spüren, dieses Eingebettet-Sein in ein größeres Ganzes, macht gleichzeitig unglaublich glücklich. Denn wir leiden sehr unter der vermeintlichen Isolation.

Dass Ängste unter diesem Neptun-Transit dermaßen zunehmen, sorgt dafür, dass wir Mittel und Wege finden, bewusst hinzuschauen. Sie navigieren uns hin. Haben sie ihr Ziel erreicht, werden sie – in diesem Ausmaß – überflüssig.


Fazit

Wenn Neptun dereinst – im Januar 2026, dauert also nicht mehr so lange – die Fische verlässt, wird eine Frequenzerhöhung des Bewusstseins stattgefunden haben. Die Intuition wird besser geschult sein, und wir wissen auch besser, juchhee!, wie wir uns DARAUF konzentrieren, statt im kollektiven Angstpool im Trüben zu fischen. Wie wir unsere Schwingung erhöhen und gute Schwingungen verbreiten können, wissen wir nicht nur, wir tun es auch, ganz intuitiv. Einfach weil es uns selbst gut tut und nicht, um anderen einen Gefallen zu tun oder nur so zu tun als ob, um gut dazustehen.

Es fällt uns leichter, gewisse ungute Verhaltensweisen und Gewohnheiten aufzugeben, da wir uns und anderen doch im Grunde nicht schaden wollen. Der Impuls, die Welt zu retten, kommt ja nicht von ungefähr. Er ist ein Urinstinkt, der uns ebenfalls verbindet. Wie leicht wir die eine oder andere Welt tatsächlich retten können, von der spirituellen Warte aus, wird uns bewusst und motiviert uns total. Wir selbst sind die Schmetterlinge, die mit einem Flügelschlag etwas auslösen. Das waren wir schon immer, wir wussten es nur noch nicht.

George Feuerstein bringt es auf den Punkt:
„Spiritualität hat nicht in erster Linie mit verändertem Bewusstseinszuständen zu tun. Sie hat mit einem Heimischwerden im Körper und auf der Erde – mit der Inkarnation des Geistes zu tun. Die Aufgabe besteht nicht darin, aus dem Körper auszutreten, sondern darin, zu erkennen, dass er der Tempel des Heiligen ist“.

Der Kanal zur inneren Ebene öffnet und vergrößert sich also dank Neptun in den Fischen. Wir treten ein in den Tempel und nehmen unseren Platz ein. Kontakt und Austausch mit der Intuition fallen leichter, und wir sehen vieles klarer und deutlicher.

Da hört man doch gern als Nebenwirkung das Gras wachsen. Klingt übrigens wirklich schön. Da ist dieses leise Schmatzen, Knistern und Schieben, das wohlige Schauer auslöst, Musik in den Ohren und … in der Seele.
© tina peel 


Neptun in den Fischen auf den Punkt gebracht für Allgeiers Sternbild Magazin












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