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Wir ziehen durch die Häuser ~ Haus 9: Ich und meine große Suche

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Ich weiß eigentlich nicht so recht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Im Moment weiß ich nur, dass ich die Nase voll habe vom Unglücklichsein. Guter Ansatz und die beste Initialzündung, um vom 8. ins 9. Haus zu gelangen, liebe Seele! Du hast gelernt, dass man Unangenehmes und Widerspenstiges (Gefühle, Situationen) nur auflöst und loswird, indem man sich zuwendet, es benennt und kennenlernt. Sinnlos, es vernichten zu wollen, und reine Energieverschwendung, denn es ist ein Teil von dir. Du kannst Rumpelstilzchen und Co. nur entzaubern. Dann haben sie nicht länger Macht über dich. Doch dieser Zusammenhang wird dir erst jetzt im 9. Haus so richtig bewusst, wie viele weitere Zusammenhänge ebenfalls. Wie naiv war ich doch als ich sagte, ich wolle mein eigener Chef sein. Wie konnte ich nur! Da war ich eben noch klein. Mittlerweile bin ich so viel gescheiter … und weiß weniger denn je, was ich will. Natürlich will ich immer noch mein eigener Chef sein, doch wobei? Und warum? Na du ...

INNERE WACHSTUMSSCHÜBE Wie Befindlichkeitsstörungen zu unserer Entwicklung beitragen

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Im Laufe ihres Lebens erleben die meisten Menschen Phasen mit unerklärlichen – salopp ausgedrückt – Befindlichkeitsstörungen. Den einen packen mit Vorliebe nachts Panikattacken. Sie überfallen ihn wie ein wildes Tier, wenn er mitten in der Nacht erwacht, scheinbar völlig grundlos und ohne konkreten Anlass. Andere leiden an ebenso unerklärlichen Depressionen. Sie tauchen aus dem Nichts auf wie ein Springteufel, sind eines Tages plötzlich da und überschatten das Gemüt. Nicht wenigen fällt es zur eigenen Verwunderung plötzlich schwer, abends einzuschlafen. Sie hatten doch bisher noch nie Probleme damit und liegen nun stundenlang wach und zermartern sich auf der Suche nach einer Ursache das Gehirn. Bis ihnen vor Erschöpfung gegen Morgen endlich die Augen zufallen und jede Frage nach Sinn und Zweck auslöscht. Ist das Abtauchen erst einmal gestört, zieht es sich wie eine Endlosschleife durch alle Nächte. Schon nur der Gedanke daran, nicht einschlafen zu können, wird zum Selbstläufer. Dann gi...

MY WAY nicht zum Schnäppchenpreis

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So befeuernd Frank Sinatras Song auch ist – er kickt die Entschlossenheit weit über den Horizont hinaus –, seinen Weg zu gehen ist nicht easy. Nur stolpern ist leicht, aufgeben auch. Schon nur ihn zu finden! Hach, als durchwühlte man ein Labyrinth nach dem Heuhaufen, wo die Nadel drinsteckt. Endlich fündig geworden, wird es erst richtig haarig. Seinen Weg kann jeder nur allein gehen. Alles, was ihn behindert und klein hält, muss zurückgelassen werden, wie so manche liebe Gewohnheit, die sich heulend an einen klammert. Das Kopfschütteln von Familie, Freunden, Liebsten und Bekannten verlockt schon am Start zum Aufgeben. Einsamkeit, Unverständnis, Unsicherheit und Selbstzweifel sind eine Art Grundgebühr. Unterwegs werden wir sporadisch geprüft, ob wir uns treu bleiben. Ganz schön hoch also der Preis! Doch es winkt auch reicher Lohn: Je höher der Einsatz, je größer die Selbstüberwindung, desto größer die Wertschätzung und umso erfüllender ist es, ihn zu gehen. „Und welches ist nun m...

No!VEMBER, das verblüffende Wort zum Wochenende

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Ist es Zufall, dass im Wort November ein No! drin ist? fragte ich mich neulich. Nach Umstellung auf Normalzeit Ende Oktober ist es als hätte man dem Tag einen Deckel übergestülpt und es wird früh zappenduster. Da überkommt einen schon mal ein ‚Oh No!‘. Graben wir etwas tiefer, zeigt sich, dass ‚vember‘ laut Urban Dictionary 'Adrenalinrausch' bedeutet, oder etwas, was uns nervös und unfähig macht, uns zu entspannen. Ha! Deshalb also das No! davor. Jetzt bitte bloß keinen Adrenalinrausch, die Lebensgeister sind im Nebel- oder Windmonat definitiv etwas mau, blass und grau. Batterieaufladen durch mehr Schlaf ist nur vernünftig. Winterschlaf ich kommeeee! Andererseits … *kopfkratz* das geht ja nicht wirklich, wir sind keine Murmeltiere. Was wäre also, wenn wir Yes!VEMBER sagen würden? Ein bisschen darf die Post schon abgehen, mäßig, moderat, aber doch. Adrenalin aktiviert Reserven, sofern vorhanden natürlich. Vielleicht am besten beides, abwechslungsweise – aufladen – entlade...

Der Dezember erstrahlt im Lichterglanz der Erkenntnis

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Der Dezember kommt und bringt neuen Schwung ins Leben. Das erstaunt etwas, ist es doch draußen mittlerweile zappenduster. Wir stehen im Dunkeln auf, gehen arbeiten und kommen im Dunkeln heim. Dafür kommen die Lichterketten jetzt wunderbar zur Geltung, die Adventskerzen verbreiten ein magisches Licht und am Himmel funkeln die Sterne besonders intensiv, gerade weil es so dunkel ist. Man könnte fast danach greifen und sie pflücken wie reife Äpfel. Doch es dauert nicht mehr lange und das (Tages)Licht wird wiedergeboren, die längste Nacht und die Sonnenwende sind in Sicht. Wir sehen sozusagen schon das Licht am Ende des Tunnels und die Vorfreude ist groß. Wo geht‘s lang? Folge dem Pfeil! Bisher drehte sich alles ums Überleben und darum, irgendwie den Alltag auf die Reihe zu kriegen. Wie die Bäume und Büsche haben wir uns entblättert, ja gehäutet wie eine Schlange, Schicht um Schicht fiel ab. Das war auch nötig, denn wir wuchsen währenddessen unbemerkt und klammheimlich, aneinander, miteinan...

MITTEN IM GALoPP

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Eben noch war ich mitten im Flow, der Output enorm und äußerst erfüllend ... und plötzlich *zack* Ebbe. Als hätte mir jemand einen Prügel zwischen die Beine geworfen, mitten im Galopp. Auslöser? Fehlanzeige! Der wollte sich partout nicht ermitteln lassen. Einfach mal die Nase voll haben und was anderes machen wollen ist ja normal. Oder der Körper, der moniert „Halloho, du solltest mal kürzer treten“. Doch ein kreatives Grounding dieser Güteklasse? Das war neu. Die üblichen Verdächtigen – Mars wechselte eben in die Fische, wo er nie so recht weiß, was er mit sich anfangen soll. Saturn ist von meiner Sonne runter, die kann befreit aufatmen. Pluto – ach, das ist eh eine lange Geschichte. Uranus müsste im Widder ziemlich befeuernd wirken. Merkur läuft rückwärts durch den Schützen, wo es sich vorzüglich sinnieren lässt. Venus geht es prima in der Waage. Und der Mond? Der war da noch nicht voll ... – lieferten keine schlüssige Antwort. Doch ich fand einfach plötzlich alles Mist, was ich ...

ERBARMUNGSLoSER EINBRUCH

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Er kommt! Wer denn? Der Winter natürlich! Er bricht erbarmungslos in den santfmütigen Herbst ein und macht dem Blätterfalllauschen und den angenehmen Temperaturen ein Ende. Schade, ich hatte mich schon daran gewöhnt. Im Schlepptau: eisige Temperaturen und eine mordsmäßige Adventsstimmung. Geizig ist er also nicht, das muss man ihm lassen. Da kann ich nur sagen: Ich gehe! Wohin denn? Erst den Apfelbaum entapfeln, danach einigeln. Warme Kleidung, Kerzenlicht, so spüre ich die Kälte nicht. Und dazu nen Tee mit Zimt, was die Stimmung etwas pimpt … na jaaa … Immerhin: Es heißt zwar Wachs, doch wächst es nicht Wird kleiner, brennt das Kerzenlicht Von ihm strahlt Wärme in das Zimmer Das Wohlbehagen wächst dann immer Horst Winkler Fazit fürs Weekend: Zieht euch warm an, trotz Kerzenlicht. Schaden kann es wirklich nicht! tina

ALLES, WAS LEBT, DRäNGT ANS LICHT

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Einst hatte ich … nicht auf den Bäumen gehockt. So weit will ich gar nicht ausholen. Einst hatte ich in der Dunkelheit gehockt und es gar nicht gemerkt. Es erschien mir so real und ich dachte, das sei das Leben. Dabei war mein Fokus auf ‚Dunkelheit‘ programmiert und fixiert. Meine Eltern waren schuld, oder doch meine Vorleben, mein Horoskop vielleicht? … Pluto am MC natürlich … Ach, das Warum ist doch egal, der Gründe gibt es viele. Viel interessanter ist doch, wann hat das aufgehört und warum? Denn, wer will schon ein Leben lang in der Dunkelheit hocken? Alles, was lebt, drängt ans Licht. Ich war noch am Leben, gerade so, und so drängte es auch in mir ans Licht. Es war unvermeidlich. Alles im Leben wächst, auch das ist unvermeidlich, und so war auch die Dunkelheit gewachsen. Sie war wie ein Sog, der mich hineinzog und da, in tiefster Dunkelheit veränderte sich mein Blickwinkel. Zwangsläufig, es gab keine andere Richtung mehr, in die er glotzen konnte. Doch als ich erst merkte, ...